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Interview von Marco Spaeth, im März 2007
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Torben Enevoldsen - DFECOY
Mit DECOY haben sich Metal Heaven ein paar weitere hoffnungsvolle Newcomer in den Stall geholt. Ihr Debüt-Album „Call Of The Wild“ ist der perfekte Brückenschlag zwischen AOR und Melodic Metal. Gitarrist Torben Enevoldsen gab uns im Interview alle wichtigen Infos rund um seine neue Gruppe und das dazugehörige Album...
Du hast mit SECTION A und FATAL FORCE bereits zwei Bands am Laufen. Wann und wie bist Du zu der Entscheidung gekommen, noch eine weitere Band ins Leben zu rufen?
„Ich denke, die Entscheidung ist gefallen, als ich mich dazu entschlossen habe, mit Peter Sundell zu arbeiten. Ich wollte die Richtung fortsetzen, die ich mit dem Album von FATAL FORCE eingeschlagen hatte, war mir aber nicht sicher, ob wir den gleichen Namen dafür verwenden sollten. Als ich mich zum ersten mal mit Peter getroffen habe, haben wir uns schnell entschieden, einen anderen Namen zu suchen. Ich denke, das war das Beste, nachdem DECOY eine klare Trennung zu FATAL FORCE und SECTION A darstellt.“
Was sind für dich die größten Unterschiede zwischen DECOY und SECTION A bzw. FATAL FORCE?
„Nun, ich denke, dass jedem sofort auffallen wird, dass die Sänger einen hörbar großen Unterschied ausmachen. Was die Musik angeht, so ist wohl jeder von mir geschriebene Song im Kern ein ziemlich direkter Hard Rock-Song, aber mit offensichtlich unterschiedlichen Einflüssen. Ich bezeichne SECTION A als meine Prog-/Metal-Baustelle, während es bei FATAL FORCE mehr auf den Punkt kommt, was die eigentlichen Kompositionen angeht. Wie ich vorhin schon gesagt habe, sind sich DECOY und FATAL FORCE in diesem Punkt ähnlich, aber DECOY sind vielleicht noch etwas mehr geradeaus und dafür nicht ganz so heavy.“
Gibt es noch andere Bands, die du als Vergleich heranziehen würdest oder die euch für das Album beeinflusst haben?
„Ich schätze, ich muss dabei Bands wie TNT, GIANT, DIO, JUDAS PRIEST, VAN HALEN, DEEP PURPLE, BLACK SABBATH etc. nennen. Also so ziemlich alle meiner frühen Einflüsse.“
Wie bist du mit Sänger Peter Sundell in Kontakt gekommen? Kanntest du ihn durch seine Arbeit mit GRAND ILLUSION?
„Ja, ich hörte ihre 'Ordinary Just Won't Do'-Scheibe und war überwältigt. Ich höre alle Arten von Musik und habe schon immer Bands wie TOTO und CHICAGO geschätzt. Ich habe mich sofort in den einzigartigen Sound von GRAND ILLUSION verliebt. Als ich Peter eine Email schickte, fand ich aber heraus, dass er nicht länger in der Band ist. Daraufhin habe ich ihn gefragt, ob er Lust hätte, mit mir zu arbeiten. Er hatte Lust und jetzt sind wir hier...“
Wie seid ihr zu eurem Bandnamen DECOY („Lockvogel“) gekommen? Wollt ihr die Leute dazu 'verlocken' sich eure Musik anzuhören?
„Wir hatten jede Menge Vorschläge auf dem Tisch und haben uns am Ende für DECOY entschieden. Wir denken, dass es einfach ein cooler Name ist.“
Habt ihr mit DECOY langfristige Pläne oder war „Call Of The Wild“ eine einmalige Angelegenheit?
„Ich habe definitv langfristige Pläne mit DECOY! Wir arbeiten sogar schon am zweiten Album und wir hoffen wirklich, dass wir mit der Band auch bald auf Tour gehen können. Das Schöne an dieser Band ist, dass wir alle sehr gut miteinander befreundet sind. Es sind also nicht nur die professionellen Verbindungen, die uns zusammenhalten. Ich denke, dass macht den großen Unterschied aus und wird uns hoffentlich noch lange weitermachen lassen.“
Du hast auf dem Album nicht nur die Gitarren sonder auch den Bass eingespielt. Konntet ihr keinen geeigneten Mann für den Job finden?
„Ich hätte bestimmt ganz einfach einen guten Bassisten finden können, aber aufgrund des Aufnahmeplans fand ich es leichter, den Bass selbst einzuspielen. Ich bin ein ganz ordentlicher Bassist und um ehrlich zu sein, denke ich manchmal, dass es viel schneller geht wenn ich es selbst mache. Die Drum-Sessions müssen wir natürlich planen, aber was den Bass angeht, lasse ich die Dinge lieber etwas offen und spiele lieber gleich die echten Parts ein, statt irgendwelche Demos vorzubereiten. Anderenfalls müsste ich den Bassisten ständig auf Standby halten.“
Das Schlagzeug wurde auf dem Album von Thomas Heintzelmann eingespielt. Kannst du ihn uns kurz vorstellen?
„Thomas ist ein alter Freund von mir, der mit mir zusammen in einer Instrumental-Band spielt, die sich schlicht Torben Enevoldsen Band nennt. Er ist ein großartiger Schlagzeuger, aber ein ebenso guter Familienmensch und Geschäftsmann. Ihm gehört die Firma ProFound und er spielt Schlagzeug jetzt nur noch als ernstes Hobby. Er macht das nicht des Ruhmes wegen, sondern um sich auf eine kreativere Art auszudrücken. Es ist sehr angenehm mit ihm zu arbeiten und wir werden in Zukunft sicherlich noch öfter zusammenarbeiten.“
Wie viel Zeit habt ihr in das Songwriting und die Aufnahmen für „Call Of The Wild“ gesteckt?
„Wow, ich habe keine Ahnung. Ich denke, ich habe unzählig viele Stunden im Studio verbracht und an dem Album gearbeitet. Aber insgesamt? Ich habe keine Ahnung...“
Hast du das Songwriting im Alleingang erledigt oder hattest du Unterstützung von Peter Sundell?
„Ich habe alle Songs selbst geschrieben, sowohl die Musik, als auch die Texte.“
Das Mastering für das Album wurde von deinem ehemaligem PANGEA-Kollegen Torben Lysholm übernommen. Ihr arbeitet also gelegentlich noch miteinander?
„Torben und ich waren nie zur selben Zeit Mitglieder von PANGEA. Wir haben mal zusammen in einer Band gespielt, aber das ist schon ein paar Jahre her. Torben ist einer meiner besten Freunde und wir stehen uns schon seit vielen Jahren sehr nah. Das erste Mal, dass wir zusammen im Studio waren war 1995. Seit dem haben wir immer mal wieder zusammen gearbeitet.“
Wie kam euer Deal mit AOR Heaven zustande? Habt ihr ihnen vorab Demos geschickt?
„Ich habe Georg einfach eine Email geschrieben und gefragt, ob er Interesse hat, dass Album von DECOY zu veröffentlichen. Daraufhin habe ich ihm das ganze Album geschickt, das ihm sehr gut gefiel. Innerhalb einer Woche haben wir den Deal klar gemacht. Es ging also alles sehr schnell über die Bühne.“
Wie sehen die weiteren Pläne für SECTION A und FATAL FORCE aus?
„Wir arbeiten gerade am dritten Album von SECTON A. Ich wohne und lebe zur Zeit praktisch in meinem Studio. Was FATAL FORCE angeht, so gibt es aktuell keine weiteren Pläne, aber ich beabsichtige auf jeden Fall, mit Mats Leven ein weiteres Album zu machen.“
Besucht Torben Enevoldsen, Section A and Decoy online:
www.torbenenevoldsen.com
www.myspace.com/torbenenevoldsen
www.myspace.com/sectionatheband
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